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Papin stört sich an Mbappés Ballon-d’Or-Kampagne: „ich, ich, ich und ich“

Jean-Pierre Papin, Ballon d’Or 1991, findet die Kampagne von Kylian Mbappé zu viel, dreizehn Tage vor einer Gala, deren Abstimmung bereits geschlossen ist.

Papin stört sich an Mbappés Ballon-d’Or-Kampagne: „ich, ich, ich und ich“

Am Montag hat Jean-Pierre Papin bei France Télévisions in Worte gefasst, was ihn an Kylian Mbappés Ballon-d’Or-Kampagne stört. Der Gewinner von 1991 begann mit einem Lob, wie RMC Sport und Foot Mercato berichten: „Kylian mag ich sehr, er ist ein Mann der Rekorde.“ Dann der Vorwurf: „Aber irgendwann ist es: ich, ich, ich und ich. Man wird Ballon d’Or, man kann nicht ständig sagen, dass man es sein will. Die anderen entscheiden. In seiner Kommunikation hieß es irgendwann: “Niemand außer mir verdient den Ballon d’Or”. Das war mir zu viel.“

Eine Saison voller Rekorde, ohne großen Titel

Mbappé hat in den Tagen vor dem Ende der Abstimmung die Mikrofone abgeklappert. Bei RFI fasste er seine Saison zusammen: „Ich war Torschützenkönig in allen großen Wettbewerben, und ich glaube, das kann ein gutes Jahr für mich werden, das spüre ich.“ Die Zahlen stimmen: 25 Tore in La Liga und 15 in der Champions League, Torschützenkönig in beiden Wettbewerben; 22 Tore bei drei Weltmeisterschaften, der Rekord des Turniers. RMC hält fest, was dem Dossier fehlt: kein großer Titel steht neben diesen Zahlen.

Ein Kriterium, das gegen ihn spricht

Papin zielt auf die Botschaft mehr als auf die Saison. „Heute, wenn man sich ansieht, wie der Ballon d’Or vergeben wird, gibt es eine ganze Reihe von Kriterien, und dieses Kriterium läuft nicht zugunsten von Kylian. Der Rest passt“, fügte er hinzu. Sein Favorit trägt ein anderes Trikot: „Harry Kane, da läuft heute nichts schief.“ Den Preis würde er Mbappé „wegen der Kommunikation“ nicht geben. RMC nennt Dembélé, Yamal, Kane und Mbappé unter den Anwärtern, ohne klaren Favoriten.

Die Abstimmung ist bereits geschlossen

Der 70. Ballon d’Or wird am 26. Oktober in London vergeben, von einer Jury aus Journalisten der 100 besten Fifa-Nationen, und die Abstimmung ist bereits geschlossen: Papins Worte verschieben kein Ergebnis. Sie prägen die öffentliche Debatte bis zum Öffnen des Umschlags. Aus Mbappés Lager kam keine Reaktion, und keines der vier Medien, die die Äußerung zitieren, meldet eine.