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Djokovic besiegt Zverev in Peking: Boris Becker will eine deutsche Nummer 1, „aber Novak ist Familie“
Novak Djokovic hat Alexander Zverev im Viertelfinale des ATP 500 von Peking geschlagen (4-6, 6-4, 6-4) und dem Deutschen den Weg zur Nummer 1 vorerst verbaut. Boris Becker, Trainer des Serben von 2014 bis 2016, hat verraten, wo sein Herz liegt.

Das Ergebnis passt in eine Zeile: 4-6, 6-4, 6-4. Es stand mehr auf dem Spiel als ein Viertelfinale. Mit dem Sieg über Alexander Zverev im Viertelfinale des ATP 500 von Peking hat Novak Djokovic am Sonntag den Weg zur Nummer 1 der Welt geschlossen, der vor dem Deutschen offen lag: Um die Spitze in zwei Wochen zu übernehmen, musste Zverev Peking gewinnen und danach Schanghai. Peking ist verloren, und Schanghai allein reicht nicht mehr.
Becker: deutsches Herz, serbische Familie
Boris Becker reagierte noch am Sonntag auf X. „Ich bin Deutscher und möchte, dass Alexander die neue Nummer 1 der Welt wird, aber Novak ist für mich Familie“, schrieb der sechsfache Grand-Slam-Champion, der Djokovic von 2014 bis 2016 trainierte. Der Satz benennt den Zwiespalt: Becker hält dem deutschen Tennis mit Zverev an der Spitze die Daumen, doch drei Jahre in Djokovics Ecke wiegen schwerer als jede Flagge.
Die Niederlage schmerzt bei Zverev, der in dieser Saison mit Roland Garros und den US Open seine ersten beiden Grand-Slam-Titel geholt hat. Die Nummer 1 war der nächste Schritt. Djokovic, 39 Jahre alt, stellte sich in den Weg und ließ dem Deutschen nur den ersten Satz.
Vor zwanzig Jahren, ein anderer Becker, eine andere Nacht
Der Kalender erinnert sich an die Beckers. Am 5. Oktober 2006 besiegte Benjamin Becker im Ariake Coliseum von Tokio Jiri Novak mit 6-3, 3-6, 7-6 im Achtelfinale der Japan Open, der letzte Punkt gespielt um 3:24 Uhr nachts: das späteste Matchende der ATP-Geschichte damals. Der Rekord fiel seither dreimal und gehört heute Zverev, für jenes Match gegen Brooksby in Acapulco 2022, beendet um 4:55 Uhr.