News
Rugby-League-WM: Jake Connor fehlt im 23er-Kader von England
Trainer Brian McDermott hat den amtierenden Man of Steel, den besten Vorbereiter der Super League, ausgelassen. Mikey Lewis rückt in einen Kader mit fünf Debütanten, vor dem Auftakt gegen Tonga am 17. Oktober in Perth.

Jake Connor bleibt zu Hause. Der amtierende Man of Steel schloss die Saison mit 43 Try-Assists ab, dem besten Wert der Super League. Sein Name fehlt in den 23, die Brian McDermott am Montag für die Rugby-League-Weltmeisterschaft bekanntgab, die im Oktober und November in Australien, Neuseeland und Papua-Neuguinea ausgetragen wird. Sein Fehlen ist die Überraschung des Kaders.
An ihm vorbei rückt Mikey Lewis (Hull KR): 17 Versuche und 14 Try-Assists in dieser Saison. Zu Connors Streichung verlor McDermott kein Wort; seine einzige Erklärung galt der Methode. „Wir haben diesen Kader nach einem gründlichen und sorgfältigen Prozess ausgewählt“, erklärte er und beschrieb eine „dezentrale“ Vorbereitung, die die Arbeit mit den Spielern lange vor dem Lehrgang erlaubte.
Fünf Debütanten, sieben Spieler von Wigan
George Williams (Warrington Wolves) behält die Kapitänsbinde, nachdem er seinen Klub in das Finale der Super League geführt hat. Wigan Warriors stellt sieben Spieler, und fünf Mitglieder des Kaders haben noch kein Länderspiel: Hugo Savala, Zach Eckersley, Max King, Ben Talty und Sam Walters. Die australischen Klubs liefern den Rest der Stammformation:
- Victor Radley, der am Sonntag mit den Sydney Roosters das Grand Final gewann und in der Startformation stand, samt Teamkollege Hugo Savala;
- Herbie Farnworth (Dolphins), als bester Center bei den Dally-M-Awards ausgezeichnet;
- Dom Young, AJ Brimson, Kai Pearce-Paul und Morgan Smithies, vier weitere Männer aus der NRL.
Tom Johnstone und Caleb Hamlin-Uele (Wakefield Trinity) haben sich wegen Verletzungen aus dem Prozess zurückgezogen; Jake Trueman ist ebenfalls verletzt gestrichen.
Der Trainer verteidigte ihn im April
Connor, 31 Jahre alt, hatte schon die Heim-Ashes-Serie gegen Australien im vergangenen Herbst verpasst, die unter Shaun Wane mit 0:3 verloren ging. Wane ist inzwischen weg, und McDermott, früher Trainer in Leeds, führt England bis zum Ende der WM. Im April nannte McDermott die Erzählung um den Spieler „zutiefst ungerecht“: „Niemand kann bestreiten, dass er ein großartiger Spieler ist. Er entscheidet Spiele im Alleingang.“ Am Montag kam keine einzelne Begründung für die Streichung.
Dreimal im Finale (1975, 1995 und 2017) und 2021 als Gastgeber im Halbfinale an Samoa gescheitert, beginnt England am Samstag, dem 17. Oktober, im HBF Park von Perth gegen Tonga. Danach folgen Frankreich am 24. und Papua-Neuguinea. Jake Connor schaut alles von Leeds aus zu.